Aktuelles

Neues Schulmodell erarbeiten - August 2011

Auch im neuen Schuljahr setzt die Oberstufe Rebstein-Marbach auf zukunftsweisende Unterrichtsformen, sowohl strategisch als auch an der Basis.

Text und Foto: Schulrat der OSREMA

Zum Start ins neue Schuljahr begrüsste Schulleiter Manuel Allemann am Montag 89 neue Schülerinnen und Schüler. Er verglich sie mit kleinen Pflänzchen, die in den kommenden Wochen Wurzeln schlagen und danach wachsen, sich entwickeln, und Ziele erreichen sollten. «Dafür sind die Lehrpersonen als Gärtner, die Eltern und vor allem die Schüler selbst verantwortlich», betonte er. Nach der Vorstellung der Lehrpersonen und einigen administrativen Informationen lernten die neuen Klassen alles Wichtige über die Oberstufe Rebstein-Marbach kennen. Bereits am Nachmittag begann der Unterricht nach Stundenplan.

Unterrichtsmodelle diskutiert
Traditionsgemäss treffen sich alle Lehrpersonen der Oberstufe Rebstein-Marbach am letzten Freitag in den Sommerferien zur gemeinsamen Teamarbeit. Dieses Jahr nahmen zudem die Schulräte teil, um sich an einem Informationstag mit dem Thema Schulmodell «Oberstufenstruktur 2012, – kooperatives Oberstufenmodell mit Niveaugruppen» auseinanderzusetzen. Das bestehende Schulmodell ist bereits über 35 Jahre alt und bedarf gemäss Erziehungsrat der Überarbeitung. Um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden, wurden unter anderem eine neue Lektionentafel sowie das neue Schulmodell ausgearbeitet. Die Bildung von Leistungsgruppen in Mathematik und/oder Englisch soll einseitig Begabten ermöglichen, in einem Teil der Fächer auf einem ihnen entsprechenden Niveau unterrichtet zu werden. Somit kann ein optimales Lernziel erreicht werden. Anschliessend folgte ein ausführliches Referat von Josef Seliner, Amt für Volksschule und Projektleitung Oberstufe 2012. Oberstes Ziel war, die Grundlage für eine Meinungsbildung zu schaffen. Ausführlich erklärte er die Rahmenbedingungen und die wichtigsten Elemente des neuen Systems. Die Grundlage für das neue Schulmodell liegt in der Pisa-Studie, die grosse Überschneidungen in der Real- und Sekundarschule aufweist.

Gestützt auf diese Erkenntnisse und nach Vergleichen mit anderen Kantonen wurde das neue Modell erarbeitet. Es soll dem Schüler gerechter werden und die Durchlässigkeit zwischen Real- und Sekundarstufe verbessern. Gemäss Beschluss des Erziehungsrates liegt der Entscheid, ob die Niveaugruppen eingeführt werden oder man beim bisherigen Modell bleibt, bei den einzelnen Schulgemeinden. Es gilt, die verschiedenen Vor- und Nachteile und alle Faktoren genauestens abzuwägen.

Den zweiten Teil des Vortrages bestritten der Gastredner Remo Ganther, Schule Gais, und die Referentin Regula Flüeler, Oberstufenschule Chur. Beide Schulgemeinden haben bereits Erfahrungen mit dem Niveauunterricht gesammelt. Eine Fragerunde und eine lebhafte Diskussion bildeten den Abschluss des Anlasses. Sicher ist, dass die neue Schulreform noch einiges zu reden geben wird. Gespannt darf man auch auf die Ergebnisse der eigens zu diesem Zweck gegründeten Arbeitsgruppe sein, die dem Schulrat als Entscheidungsgrundlage dienen sollen.

Bürgerversammlung
An der Bürgerversammlung vom 23. März haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger alle Traktanden behandelt und gutgeheissen. Der Projektierungskredit für den Anbau Ost von 63 600 Franken wurde mit einer überzeugenden Mehrheit angenommen. Für den Schulrat und die gesamte Oberstufe Rebstein-Marbach ist dieser klare Entscheid der Bürgerschaft von sehr grosser Bedeutung. Für diese Unterstützung und das Vertrauen bedankt sich der Schulrat bei den Bürgerinnen und Bürgern von Rebstein und Marbach ganz herzlich. Der Schulrat hat nach der Bürgerversammlung sofort die Arbeiten für die Umsetzung des Projektierungskredits aufgenommen. Die errechneten Baukosten von 1 830 000 Franken wurden während der Projektierungsphase detailliert geprüft und konnten in dieser Höhe bestätigt werden. Somit liegt der Baukredit genau im vorgesehenen Rahmen.

Um das Schulraumproblem an der Oberstufe Rebstein-Marbach so rasch als möglich zu verbessern, hat der Schulrat entschieden, den Anbau Ost möglichst bald umzusetzen. Der Zeitplan für die Realisierung sieht vor, dass die neu geschaffenen Schulräume auf das Schuljahr 2012/13 bezugsbereit sind. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Baubeginn auf diesen Herbst gelegt werden. Die Bauarbeiten können aber erst beginnen, wenn der Baukredit von den Bürgerinnen und Bürgern genehmigt wird. Aus diesem Grund wurde eine ausserordentliche Bürgerversammlung auf den 13. September angesetzt.