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Den blöden Spruch, dass Lehrer die dümmste Berufsgattung ist, weil sie ihr Leben lang zu Schule müssen, hat Hanspeter Stiboller in seiner 40-jährigen Laufbahn als Pädagoge sicher oft gehört. Nun kann er darüber endlich lachen, denn das zur Schulegehen hat für ihn ein Ende.
Text: Max Häsler - Rheintalische Volkszeitung

Gestern hatte er seinen letzten Schultag und seine Kollegen haben sich einiges einfallen lassen, um ihm den Abschied von seinen, ihm ans Herz gewachsenen Schülern zu versüssen.
Der Tag begann mit einer Fahrt mit einer modernen Rikscha an einen für ihn und seine Frau gedeckten Frühstückstisch in die «Krone» nach Marbach, wo er auch einige Jahre als Lehrer tätig war. Der Hammer dabei war, dass sich der «Jungrentner» sein Frühstück mit Strampeln selber mühsam verdienen musste.
Stehende Ovation
Am Nachmittag wohnte «Stibi» im Progy der Tagung des Schülerparlaments bei, bei dem die Fahnenübergabe stattgefunden hat und er mit einer stehenden, lautstarken Ovation der Schüler verabschiedet wurde. Den musikalischen Rahmen dazu machte die Jugendmusik Rebstein unter der Leitung von Patrick Bichler mit gekonnt gespielten modernen Stücken, an denen die Schüler und auch «Stibi» hörbar den Plausch hatten.
Bei dieser Gelegenheit fand er auch selber ein paar Worte zu seinem Wirken. Lehrer sein war für ihn kein Job, es war Berufung. «Ich hätte mir keinen schöneren Beruf wünschen können, ich war immer mit Herz und Hirn Lehrer. Mir ging es in erster Linie um das Wohl des Schülers und weniger um den Stoff, den ich diesem beibringen sollte. Mir kam sicher entgegen, dass ich mich in all den Jahren regelmässig im heilpädagogischen und sozialen Bereich weiterbildete, und so den Kollegen immer eine Nasenlänge voraus war. Ich wollte nämlich keine halben Sachen machen. Als Perfektionist habe ich das Schulegeben gewissermassen professionell betrieben.»
Schwierige Berufsgattung
Mit einem Oldtimer-Auto ging es dann in die «Habsburg» nach Widnau, wo er mit allen Lehrern und zwei Schulräten der Stabübergabe von Schulleiterin Annette Brogle an Manuel Allemann beiwohnte.

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