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Nach neun Jahren als Schulleiterin an der Oberstufe Rebstein-Marbach tritt Annette Brogle aus ihrem Amt zurück, bleibt der Schule aber als Lehrerin in sprachlich-historischer Richtung erhalten.
von Larissa Binder - der Rheiintaler

«Sie hat es geschafft, gleichzeitig Chefin und eine gute Kollegin zu sein», sagen ihre Lehrerkollegen über Brogle. Sie beschreiben ihre ehemalige Schulleiterin als geradlinig, als Person mit grossen Führungsqualitäten und als gute Zuhörerin.
Gestern wurde die Übergabe der Schulleitung an Manuel Allemann, Reallehrer im sprachlich-historischen Bereich, in der Habsburg in Widnau gefeiert. Als Willkommensgeschenk wurde dem neuen Schulleiter Manuel Allemann eine Kugel auf einer Stahlbahn überreicht. «Diese Kugel findet immer die Mitte, das ist in diesem Job eine wichtige Eigenschaft», meinen die Kollegen. Das Lehrerteam ist davon überzeugt, dass Allemann seine neue Aufgabe als Schulleiter sehr gut meistern wird.
In seiner Laudatio sprach Lehrer Beni Ender von einer schwierigen (nicht dummen) Berufsgattung, denen Annette Brogle neun Jahre vorgestanden ist. Er bewundere Annette aus tiefem Herzen, weil sie den Spagat zwischen Chefin und guter Kollegin sein meisterhaft beherrscht habe.
In einem Schulterklopfautomaten musste sich Annette sämtliche guten Eigenschaften, die eine Frau haben kann, anhören. Aufgestellt, gewissenhaft, hilfsbereit, mitfühlend, zielstrebig oder konsequent waren einige Attribute, mit denen Annette Brogle als Schulleiterin «entlassen» wurde.
Mit Brogles Nachfolger Manuel Allemann hatte Ender beinahe Erbarmen, denn er werde es nicht leicht haben, Annettes Arbeit gleich gut, oder sogar noch besser zu machen. Zum Einstand überreichte Ender Allemann eine Kugel in einer Wippe, die symbolisieren soll, dass im Leben nicht immer alles rund läuft.
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